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Der Aussie

Der Rassestandard des Australian Shepherds

All­ge­meine Erscheinung:

Der Aus­tra­lian She­pherd ist ein gut aus­ba­lan­cier­ter Hund von mitt­le­rer Größe und Kno­chen­stärke. Er ist auf­merk­sam und leb­haft, zeigt Stärke und Aus­dauer, kom­bi­niert mit einer außer­ge­wöhn­li­chen Beweg­lich­keit. Er ist etwas län­ger als hoch und hat ein Fell von mitt­le­rer Länge und Härte, bei dem die Fär­bun­gen eine große Varia­ti­ons­breite und Indi­vi­dua­li­tät bei jedem Hund ermög­li­chen. Eine iden­ti­fi­zie­rende Cha­rak­te­ris­tik ist seine natür­li­che oder kupierte Stum­mel­rute. Die Geschlechts­un­ter­schiede zwi­schen Rüden und Hün­din­nen sind deut­lich erkennbar.

Cha­rak­ter:

Der Aus­tra­lian She­pherd ist intel­li­gent , in ers­ter Linie ein Arbeits­hund mit star­kem Hüte– und Schutz­trieb. Er ist ein außer­ge­wöhn­li­cher Beglei­ter. Er ist viel­sei­tig und leicht zu trai­nie­ren und erfüllt die ihm gestell­ten Auf­ga­ben mit gro­ßem Stil und Enthu­si­as­mus. er ist Frem­den gegen­über reser­viert, zeigt jedoch keine Scheu. Obgleich er ein aggres­si­ver und auto­ri­tä­rer Arbei­ter ist, ist Bös­ar­tig­keit gegen­über Men­schen und Tie­ren nicht tolerabel.

Kopf:

Wohl­ge­formt, kräf­tig tro­cken und in Pro­por­tion zum Kör­per. Der Ober­kopf ist flach bis leicht gewölbt, seine Länge und Breite sind gleich der Länge der Schnauze, die aus­ge­gli­chen und pro­por­tio­niert zum Rest des Kop­fes ist. Die Schnauze ver­jüngt sich leicht zu einer gerun­de­ten Nasen­spitze. Der Stop ist mit­tel­mä­ßig aus­ge­prägt, aber deut­lich erkennbar.

(A) Zähne:

Kom­plet­tes Sche­ren­ge­biss mit gesun­den, wei­ßen Zäh­nen. Ein glat­ter Auf­biss ist ein Feh­ler. Abge­bro­chene Zähne oder Zähne die auf Grund eines Unfalls feh­len, wer­den nicht als Feh­ler ange­se­hen. Dis­qua­li­fi­zie­rende Feh­ler sind: Unter­biss, Über­biss grö­ßer als 0,31 cm (1/8 inch).

(B) Augen:

Sehr aus­drucks­stark zei­gen sie Auf­merk­sam­keit und Intel­li­genz. Klar, man­del­för­mig und von mitt­le­rer Größe, ein wenig schräg ange­setzt, weder vor­ste­hend noch ein­ge­fal­len, mit dunk­len Pupil­len, scharf abge­grenzt und per­fekt posi­tio­niert. Die Far­ben sind: blau, braun, bern­stein­far­ben, grün oder jede Varia­tion oder Kom­bi­na­tion ein­schließ­lich Fle­cken und Marmorierung.

(C) Ohren:

Hoch ange­setzt an den Sei­ten des Kop­fes, drei­eckig und leicht gerun­det an der Spitze, von mitt­le­rer Größe. Die Länge wird gemes­sen, indem man die Spitze des Ohres an die innen­sei­tige Ecke des Auges führt. Bei vol­ler Auf­merk­sam­keit fal­len die Ohren nach vorne, zwi­schen einem Vier­tel (1/4) und der Hälfte (1/2) vom Ansatz gerech­net. Ste­hoh­ren und Hän­ge­oh­ren sind schwere Fehler.

Nacken und Körper:

Der Nacken ist fest, klar, steht in Pro­por­tion zum Kör­per. Er ist von mitt­le­rer Länge, leicht gewölbt und gut in die Schul­tern ein­ge­setzt. Der Kör­per ist fest und mus­ku­lös. Die Rücken­li­nie erscheint waa­ge­recht bei einer natür­li­chen vier­ecki­gen Hal­tung. Die Brust ist tief und fest mit wohl­ge­form­ten Rip­pen. Die Lende ist von oben gese­hen stark und breit. Die Unter­li­nie steigt mäßig von vorne nach hin­ten an. Die Kruppe ist mäßig abfal­lend. Der Ide­al­win­kel liegt bei 30 Grad von der Hori­zon­ta­len. Die Rute ist gerade, nicht län­ger als 10,16 cm (4 inches), eine natür­li­che Stum­mel­rute, oder kupiert.

Vor­hand:

Die Schul­ter­blät­ter (sca­pula) sind lang, flach, eng ange­setzt am Wider­rist, etwa zwei Fin­ger breit aus­ein­an­der bei natür­li­cher Hal­tung, gut nach hin­ten gestellt bei einem annä­hern­den Win­kel von fünf­und­vier­zig (45) Grad zum Boden. Der Ober­arm (hume­rus) ist in einem annä­hern­den rech­ten Win­kel an die Schul­tern ange­setzt, wobei die Vor­der­beine gerade und senk­recht ste­hen. Das Ell­bo­gen­ge­lenk ist gleich weit ent­fernt vom Boden wie vom Wider­rist. Die Beine sind gerade und kräf­tig. Die Fes­seln sind kurz, dich und stark, aber den­noch fle­xi­bel und zei­gen von der Seite betrach­tet einen leich­ten Win­kel. Die Pfo­ten sind oval geformt, kom­pakt, mit eng ver­bun­de­nen, gut gewölb­ten Zehen. Die Bal­len sind dick und elas­tisch. Die Kral­len sind kurz und kräf­tig. Wolfs­kral­len kön­nen ent­fernt werden.

Hin­ter­hand:

Die Weite der Hin­ter­hand ist annä­hernd gleich der Weite der Vor­der­hand an den Schul­tern. Win­ke­lung von Becken und Ober­schen­kel (femur) ent­spre­chen der Win­ke­lung von Schul­ter­blatt und Ober­arm, wobei sie annä­hernd einen rech­ten Win­kel bil­den. Die Knie­ge­lenke sind klar defi­niert, die Sprung­ge­lenke mäßig gebo­gen. Die Meta­tarsi sind kurz, senk­recht zum Boden und par­al­lel zuein­an­der, wenn man sie von hin­ten betrach­tet. Die Pfo­ten sind oval geformt, kom­pakt, mit eng ver­bun­de­nen, gut gewölb­ten Zehen. Die Bal­len sind dick und elas­tisch. Die Kral­len sind kurz und stark. Die hin­te­ren Wolfs­kral­len wer­den entfernt.

Fell:

Von mitt­le­rer Beschaf­fen­heit, glatt bis leicht gewellt, wet­ter­be­stän­dig von mitt­le­rer Länge mit Unter­wolle. Die Quan­ti­tät der Unter­wolle vari­iert mit dem Klima. Das Haar ist kurz glatt am Kopf, an der Außen­seite der Ohren, der Vor­der­seite der Vor­der­beine und unter­halb der Sprung­ge­lenke. Die Rück­seite der Vor­der­beine ist mäßig befe­dert; die Hosen sind mit­tel­voll. Mähne und Kra­gen sind mäßig, bei Rüden aus­ge­präg­ter als bei Hündinnen.Untypische Fell­be­schaf­fen­heit ist ein schwe­rer Fehler.

Farbe:

Alle Far­ben sind kräf­tig, klar und satt. Die aner­kann­ten Far­ben sind Blue Merle, Red (Leber) Merle, ein­far­big Schwarz oder ein­far­big Rot (Leber), alle mit oder ohne weiß und / oder kup­fer­far­be­nen Abzei­chen, ohne Vor­zug der Rei­hen­folge. Die Blue Mer­les und ein­far­big schwar­zen Hunde haben schwarz pig­men­tierte Nasen, Lip­pen und Augen­um­ran­dun­gen. Die Red Mer­les und ein­far­big roten Hunde haben leber­far­bene Nasen, Lip­pen und Augen­um­ran­dun­gen. Teil­weise unpig­men­tierte Nasen (But­ter­fly Nose) sind bei Hun­den unter einem Jahr nicht als Feh­ler zu wer­ten. Bei allen Far­ben sind die Berei­che um die Augen und Ohren über­wie­gend von ande­ren Far­ben als weiß beherrscht. Der Haar­an­satz eines wei­ßen Kra­gens darf nicht hin­ter dem Wider­rist liegen.

Dis­qua­li­fi­zie­rende Feh­ler: Andere als die aner­kann­ten Far­ben. Weiße Fle­cken am Kör­per. Voll­stän­dig unpig­men­tierte Nasen (Dud­ley Nose).

Gang:

Weich, frei und leicht. Zeigt Behen­dig­keit in der Bewe­gun­gen mit einem gut aus­ba­lan­cier­ten, raum­grei­fen­den Schritt. Vor­der– und Hin­ter­beine bewe­gen sich gerade und par­al­lel zur Mit­tel­li­nie des Kör­pers; bei stei­gen­der Geschwin­dig­keit nähern sich die Vor­der– und Hin­ter­pfo­ten der Schwer­punkt­li­nie des Hun­des, wäh­rend die Rücken­li­nie des Hun­des fest und waa­ge­recht bleibt.

Größe:

Bevor­zugte Höhe im Wider­rist ist für Rüden 50,8 cm — 58,5 cm (20–23 inches); für Hün­din­nen 45,7 cm — 53,4 cm (18–21 inches), jedoch sollte Qua­li­tät nie der Größe geop­fert werden.

Andere dis­qua­li­fi­zie­rende Feh­ler: Mon­or­chis­mus, Kryptorchismus.

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